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Salone del Mobile 2010
Die Abkehr vom Konzeptdesign – Der Salone del Mobile 2010. Die 49. Mailänder Möbelmesse ist in der letzten Woche nach sieben dicht gefüllten Tagen zu Ende gegangen. Das Fazit der weltgrößten Möbelschau: Anstatt holländischer Konzeptentwürfe standen reduzierte, klare Formen im Mittelpunkt und erklärten Langlebigkeit zum entscheidenden Designkriterium.
Mittel der Reduktion
Zwar sind minimalistische Entwürfe bei weitem keine neue Erfindung. Doch dass sie sich derart zum Massenphänomen gewandelt haben, ist auch für Mailand keine selbstverständliche Entwicklung. Anstatt wie sonst nach möglichst individuellen, einprägsamen Formen zu suchen, herrschte auffallende Kontinuität unter den gezeigten Entwürfen.
Wohnliche Schwergewichte
Während langlebige Materialien den Ton angaben, vollzog auch der Umgang mit Kunststoff eine Wendung. So wirkt der schwebend leichte Invisible Chair von Tokujin Yoshioka, als wäre er aus einem massiven Block transparenten Glases geschnitten.
Design als Do-it-yourself-Projekt
Braucht sich der Lounge Chair um seine Rolle als Klassiker nicht zu sorgen, legt Artek derweil mit „Sedia 1“ einen Entwurf von Enzo Mari wieder auf, der schon bei seiner Präsentation 1974 für Kontroversen sorgte.
Weiche Linienführung
Im Polsterbereich wird unterdessen der Fokus von der Form auf einen gesteigterten Sitzkomfort verlagert. So setzt Antonio Citterio mit seinem Sofaprogramm Suita für Vitra auf abgerundete Formen und kombiniert die einzelnen Elemente der Polsterfamilie mit integrierten Tischen und Ablageflächen.
Der Rückblick des Sole 24 Ore
Sehen Sie den Rückblick des Sole 24 Ore auf die Mailänder Möbelmesse. Das 7-minütige Video zieht ein Fazit aus Sicht der Hersteller.


