Architekten-Blog für Südtirol

Beton ist lichtdurchlässig

Nein, Sie haben sich nicht verlesen, Beton kann tatsächlich lichtdurchlässig sein. Mit Lichtbeton. Wie der neue Werkstoff genau funktioniert und welche neuen Einsatzmöglichkeiten er bietet zeigen wir in diesem Artikel.

Fassaden oder Wandverkleidungen aus Lichtbeton wirken leicht und nahezu transparent. In die Bauteile werden haarfeine lichtleitende Fasern eingearbeitet, die das Licht durch den massiven Baustoff transportieren.

So funktioniert Lichtbeton

Lichtbeton-Platten oder -Steine werden als Betonfertigteile hergestellt. Das Material besteht in der Regel aus ca. 95 % Feinbeton und 5 % lichtleitenden Fasern, die in parallelen Lagen in den flüssigen Beton eingebracht werden. In jedem Lichtbeton-Element sind somit Tausende lichtleitende Fasern eingebettet. Wenn sie von der Gegenseite aus (durch Sonnenlicht oder künstliche Lichtquellen) angestrahlt werden, leiten sie das Licht quer durch das Material und bringen es zum “Leuchten”. Dadurch wird keine echte Transparenz erreicht, sondern eher ein “Abbild”: Personen oder Gegenstände zwischen Lichtquelle und dem Lichtbeton zeichnen sich je nach Entfernung als mehr oder weniger scharfe Schatten ab.

Neue Einsatzbereiche

Das Angebot an Lichtbeton umfasst sowohl statische Massivbauteile, Bausteine/Mauerziegel sowie Fassadenplatten (innen/außen). Neben Bauteilen in Standardmaßen sind auch “Maßanfertigungen” erhältlich. Lichtdurchlässige Betonpaneele werden sogar mit integrierter Wärmedämmung sowie in frost- und säurebeständigen Qualitäten angeboten. Lichtbeton kann wie herkömmlicher Beton verarbeitet werden: Sägen, Schleifen, Bohren, Strahlen usw.

So kann es aussehen: Lichtbeton im Einsatz. Hinterleuchtete Decken- und Wandverkleidungen

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