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Die weiße Moschee

Viel Lärm um ein Gotteshaus. Die Eröffnung der neuen Kölner Zentralmoschee ist für 2012 geplant. Die Bauarbeiten gehen selbst ohne den Architekten zügig voran.


Seit 20 Jahren dient in Köln ein ehemaliges Fabrikgebäude als Moschee. 2006 schrieb die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion (DiTiB) einen Wettbewerb zum Neubau einer Moschee an Venloer Straße, Ecke Kanalstraße in Köln-Ehrenfeld, aus.


Die Zentralmoschee in Köln

Die Entwurfsvorgabe der DiTiB lautete: Ein „würdiges Gemeindezentrum, das sich in das Kölner Stadtbild und die örtliche Bebauung einfügt“. Das Kölner Architekturbüro Paul Böhm ging mit dem ersten Platz aus dem ausgeschriebenen Wettbewerb hervor.

Die Moschee als Beitrag zur Integration.

Bereits vor Baubeginn sorgte die Moschee schon für Aufregung: Die 37 Meter hohe Kuppel und die beiden jeweils 55 Meter hohen Minarette widerstrebten einigen Kölnern. Ein Bürgerbegehren gegen den Neubau der Moschee scheiterte jedoch.

Der Architekt der Moschee, Paul Böhm, versteht das Projekt „als seinen ganz eigenen Beitrag zur Integration“. Obwohl es mittlerweile zum Zerwürfnis zwischen dem Architekturbüro und der Türkisch Islamische Union kam, hält das DiTiB am Eröffnungstermin 2012 fest.


„Es war nie sehr einfach, diese Moschee zu bauen“, sagt Paul Böhm. Und derzeit baut er überhaupt nicht mehr, er ist gekündigt. Wegen einer gewaltigen Kostenexplosion, Baumängeln und der falschen Farbe der ganzen Moschee, sagt die Ditib.

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Architekt: Architekturbüro Paul Böhm – Zentralmoschee Köln – Köln

Quelle Architektur: Mapolis

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