Architekten-Blog für Südtirol

Grün,gelb,rot,blau,schwarz und weiß – die Handball Arena

Grün, gelb, rot, blau, schwarz und weiß. Das sind die Farben der Zuschauersitze in der neuen Handball Arena in London. Ansonsten glänzt der Bau eher durch Zurückhaltung.


Die Handball Arena von außen

Sieht man von den bunt durcheinander gewürfelten Farbtupfern in den Zuschauerrängen einmal ab, wirkt die Handball Arena verglichen mit den anderen Wettkampfstätten eher zurückhaltend. Ihren Glanz könnte sie aber nach dem Olympia-Spektakel entfalten.

Die Handball Arena wird im Gegensatz zur Basketballarena und zum Hockey Center eines der Gebäude sein, das auch nach den Olympischen Spielen erhalten bleibt.

Entwurf mit Nachhaltigkeit

Der Entwurf zur Handball Arena ging 2007 aus einem Wettbewerb hervor und stammt aus der Feder von Make Architects.

Der Bau, der im Westen des Londoner Olympiaparks liegt, kann sich architektonisch nur schwer gegen markante Bauten, wie das Aquatics Center von Zaha Hadid oder das Velodrome von Hopkins, behaupten. Das Gebäude punktet eher mit raffinierten Details, die sich erst bei einer genaueren Betrachtung erschließen.

Von Beginn an spielte das Thema der Nachhaltigkeit eine prägende Rolle.

Bei der Arena handelt es sich um eine Stahlrahmenkonstruktion, die in der oberen Hälfte eine 3000 m² große Kupferverkleidung als Fassade trägt. Darunter befinden sich ein umlaufendes Fensterband und eine verputzte Fassade. Die Verkleidung besteht größtenteils aus recyceltem Kupfer und ist ein Teil des Nachhaltigkeitskonzepts.

Bei der Arena handelt es sich um eine Stahlrahmenkonstruktion, die in der oberen Hälfte eine 3000 m² große Kupferverkleidung als Fassade trägt. Darunter befinden sich ein umlaufendes Fensterband und eine verputzte Fassade. Die Verkleidung besteht größtenteils aus recyceltem Kupfer und ist ein Teil des Nachhaltigkeitskonzepts.

Das Spielfeld der Halle kann über 88 Lichtröhren natürlich beleuchtet werden, die bis zu 40 Prozent weniger Energie verbrauchen sollen, als eine vergleichbare Beleuchtung mit konventionellen Lampen. Darüber hinaus sollen über Einspeisung von Regenwasser in die Toiletten-Systeme und in andere Nicht-Trinkwasser-Systeme bis zu 40 Prozent des Wasserbedarfs der Halle gedeckt werden.

Die Halle hat eine Kapazität von 6.500 Plätzen und wird während der olympischen Spiele die Handball-Vorrunden der Männer und Frauen, die Frauen-Handball-Viertelfinals sowie das Fechten als Disziplin des Modernen Fünfkampfs, beherbergen. Darüber hinaus werden die Partien des Goalball während der paralympischen Spiele in der Arena ausgetragen.

Nach den olympischen Spielen wird die Halle als Multifunktions-Arena genutzt werden und ihre Kapazität auf 7.500 Plätzen erhöht.

Termingerecht und nach Budget

Mit dem Bau der Handball Arena wurde 2009 begonnen, im Mai 2011 waren die Arbeiten beendet. Erwähnenswert ist sicherlich, dass das Gebäude termingerecht und innerhalb des Budgets errichtet wurde.

Für die Zeit nach Olympia gibt es für die Arena, wie für die meisten Gebäude im Olympiapark, ein Nachnutzungskonzept. Die Halle wurde so geplant, dass sie sensationell flexibel ist und sich für verschiedene Nutzungen eignet. So wird die Handball Arena nach den Olympischen Spielen und den Paralympics den Londoner Bürgern als Multifunktionshalle dienen.

Architekten: Make Architects – Handball Arena – United Kingdom, England, London

Quelle Architektur: Mapolis

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