Architekten-Blog für Südtirol

Wellness ohne Grenzen

4a Architekten schaffen in einem bereits bestehenden Wohnhochhaus am Rande von Moskau eine Oase der Entspannung.


Das Baugrundstück des Wellnessparks liegt etwas außerhalb vom Stadtkern Moskaus in einem leicht bewaldeten Gebiet mit einzelnen Wohnhochhäusern. Der Wellnesspark selbst belegt die beiden unteren Geschosse eines ca. 25-geschossigen Wohnhochhauses.


Als Ausdruck der anderen Nutzung löst sich der Wellnessbereich formal architektonisch völlig vom darüber liegenden Wohngebäude. Es wird ein Sockel, im Grundriss größer als die Wohngeschosse, unter das Gebäude „geschoben“.

Die Fassaden werden da, wo es möglich ist, großzügig verglast, um den Bezug nach außen herzustellen und den Außenbereich mit z. T. schönem Baumbestand für den Gast erlebbar zu machen.

Außerhalb des Zentrums von Moskau, inmitten des idyllisch bewaldeten Wohngebietes am Lesopark Pokrovskoye-Glebovo befindet sich der Else-Club.

Das Stuttgarter Büro 4a Architekten fügte dieses Spa- und Fitnesscenter in die beiden unteren Geschosse des Wohnhochhauses Alissa ein.

Um dem Wellnessbereich die angemessene Großzügigkeit zu geben, laufen die Räume fließend ineinander. Es entsteht eine begehbare Raumskulptur, bei der die einzelnen Funktionsbereiche „landschaftlich“ miteinander verwoben sind.



Als Sockel setzen sich die beiden unteren Stockwerke formal komplett von der architektonischen Sprache der restlichen, klassischen Fassade ab.

4a Architekten wählten ganz bewusst diese Form, um sich sowohl inhaltlich als auch stilistisch vom Wohngebäude loszulösen.

Dieser stilistische Schnitt wird zudem durch eine Vollverglasung der Ost- und Westfassade unterstrichen.

Die Verglasung dient auch dazu, einen Bezug nach außen zu schaffen und einen weitläufigen Blick in die parkähnliche, stark durchgrünte Landschaft zu ermöglichen.

Durch eine weit auskragende, gefaltete Rahmung des oberen Stockwerks setzt sich der Else Club vom Rest des Gebäudes ab.

Die Verkleidung mit silbernen Blechpaneelen verstärkt diesen Effekt noch weiter.


Architektur als Raumskulptur

Charakteristisch für den Fassadenbereich des Else Clubs sind die drehbaren Lamellen in unterschiedlichen, kräftigen Grüntönen, die sich über das gesamte erste Obergeschoss erstrecken. Eine großzügige Treppe führt den Besucher von außen in die imposante Eingangshalle im ersten Obergeschoss.

Von hier aus gelangt man zu allen Bereichen des Wellnessclubs: zum Restaurant, zur Wellnessoase und zum Fitnesscenter. Im Zentrum steht der Ruheraum, der inmitten eines Wasserbeckens angeordnet ist.

Über Trittstufen, die im Wasser angelegt wurden, gelangt der Besucher sowohl zum Ruheraum, als auch zu den Behandlungsräumen. Die Behandlungsräume befinden sich an der vollverglasten Fassade.


Beim Betreten der Räume schließen sich die grünen Lamellen automatisch und schaffen damit eine intime Atmosphäre. Die Lamellen fungieren als eine Art grüner Filter nach außen.

Eine frei stehende Treppe führt den Besucher weiter zur Badelandschaft im Erdgeschoss. Hier bieten Schwimm-, Attraktions- und Warmsprudelbecken Badevergnügen für jedes Bedürfnis.

Die Saunalandschaft erreicht man über eine Brücke, die die Schwimmerbecken überspannt. Verschiedene Saunen, Dampfbäder und Erlebnisduschen laden dort zum Entspannen ein.

Die mit Holz verkleideten Wände und indirekt hinterleuchteten Nischen sorgen für eine besonders angenehme Atmosphäre. Zu guter Letzt bietet der Else-Club einen großzügigen, offenen Fitnessbereich mit Blick in die freie Natur.

Die Besonderheit des Else Clubs sind die fließenden Räume. Die einzelnen Funktionen der Galerien, Lufträume und freien Treppen sind miteinander verwoben. Trennwände wurden überall dort, wo es die Konstruktion zuließ, mit Oberlichtern von der Decke abgesetzt, so entstand das charakterische offene Raumgefühl.


Architekten: 4a Architekten – Else-Club – Moskau

Quelle Architektur: Mapolis

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