Architekten-Blog für Südtirol

Wohnen im Wasser

Die Vision einer Unterwasser-Welt. Wasser ist das Element des Lebens. Vielleicht ist es in ferner Zukunft auch Element des Wohnens. Zumindest nach dem Entwurf von BDA Building Design Art.


Wasser als Quell des Lebens

Die Erde ist aus dem Weltall betrachtet ein blauer Planet – dies ist die Farbe des Wassers, das drei Viertel seiner Oberfläche bedeckt. Erst das Vorhandensein von Wasser ermöglicht Leben. Auf der Erde ist Wasser reichlich vorhanden, 1,4 Milliarden Kubikkilometer insgesamt.

Die Menschen hingegen, 7 Milliarden sind wir inzwischen, drängen sich auf dem sehr begrenzten Raum des „Rest-Planeten-Erde“. Zumindest die Vision zu einem Versuch für eine Architektur des Lebens unter Wasser liegt also durch aus Nahe.

Der Architekt Sarly Adre Sakum, Gründer und Teilhaber von BDA Building Design Art stellte seinen hO2 Scraper 2010 bei der jährlichen Evolo Skyscraper Competition vor.

Wind und Wellen erzeugen die Energie

Sarly Adre Sakum strebt mit seinem Unterwasser-Hochhaus eine völlig von der Aussenwelt unabhängige Stadt an, die sich autonom versorgt.

Eine Stadt im Wasser, die sich selbst versorgt und ihre Ressourcen selbst generiert, ohne die Umwelt zu belasten. Das Bauwerk liegt, wie ein Eisberg, zum größten Teil unter Wasser.

Auf der sichtbaren, grünen Oberfläche könnten Nahrungsmittel durch Ackerbau und Aquakultur produziert werden. Ein Wald, Solarzellen und Windkrafträder sind die sichtbaren Zeichen der Unterwasserstadt.

Das eigentliche Leben der nautischen Stadt findet in der Tiefe statt. In den oberen Stockwerken, zu denen das Tageslicht noch durch das Wasser dringen kann, sind Wohnräume geplant. Dort befinden sich auch Einkaufszentren, Büros, Museen oder Sportstätten.

Darunter liegen Labore, die die maritime Umwelt erforschen. Auf dieser Ebene findet auch die Energiegewinnung durch das Meer und durch die Biomasse statt. Einige Etagen darunter soll die Recycling- und Müllstation untergebracht werden.

Die Tentakel stabilisieren und gewinnen die Energie

Der hO2+ scraper wird durch ein Ballasttanksystem aus Gewichten und variabel befüllbaren Tanks aufrecht gehalten.

Tentakel am unteren Ende des Waterscraper sind durch den Seegang in ständiger Bewegung und erzeugen eine Gegenkraft zur herrschenden Strömung. Durch ihre Bewegungen halten sie das Gebäude auch noch bei stärkerem Seegang aufrecht und erzeugen gleichzeitig Energie.

Noch mag der hO2 Scraper eine Vision sein, doch schon bald kann es sein, das entweder klimatische Veränderungen oder das Problem der Überbevölkerung die Menschen dazu zwingt in die Tiefe der Meere auszuweichen. Wo wir ja auch vor einiger Zeit herkamen.

Architekten: BDA Building Design Art – Ho2+ scraper – Malaysia

Quelle Architektur: Mapolis

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