Architekten-Blog für Südtirol

Zwischen Wald und Dünen

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Beton pur – Betonvilla an der argentinischen Küste. Die Architekten selbst nennen ihr Gebäude ein „Lookout House“ – ganz so wie es die Bauherren wollten: Zwei Familien mit Kindern wünschten sich einen Ort, an dem sie viel Zeit zusammen verbringen und tolle Aussichten dieser Gegend genießen können. Wir sagen: purer geht Beton nicht mehr.


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Hier muss man erst einmal hinaufkommen: Auf eine ansteigende Düne setzen Besonias Almeida Arquitectos aus Buenos Aires eine Betonvilla auf. Mitten im Wald an der Küste Argentiniens, etwa 390 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, findet hier eine sanfte Urbanisierung statt. Vereinzelt entstehen Wohnhäuser in ähnlicher Größe – doch noch sieht das Gebiet wie eine gering besiedelte Feriengegend aus.

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Die Villa ist in zwei Volumen aufgeteilt, die man zunächst über die ansteigende, zur Garage führende Rampe erreicht. Von hier aus führen Treppen zu den Wohnräumen. Der Gemeinschaftsraum mit der integrierten Küche bildet das Herz des Hauses. Im weiteren Volumen platzieren die Architekten drei Schlafzimmer sowie drei Bäder, von denen zwei nur durch Dachfenster beleuchtet und belüftet werden.

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Offen zu allen Seiten, mit breiten und raumhohen Fenstern versehen, bietet der Bau genug spannende Ausblicke und geht mit seinen drei weit auskragenden Terrassenflächen eine starke Verbindung mit dem Außen ein.

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Besonias Almeida Arquitectos konzentrieren sich bei der Materialwahl fast ausschließlich auf Beton – ob glatt, wie bei den Böden, oder rau, wie bei der Fassade. Nur einige der Innenraumwände sind aus Ziegelsteinen gemauert und weißgestrichen. Damit folgen sie einer offensichtlichen Neigung argentinischer Architekten, wie Luciano Kruk mit der Casa SV, NE-AR mit dem Erweiterungsbau, Santiago Carlos Viale Lescano Es Arquitecto mit einem Wohnlabyrinth oder Nicolás Campodonico mit seinem grauen Wohnriegel.

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Fotos: Daniela Mc Adden

Quelle: Baunetz

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